… und Wolfgang Muthspiel. Pure Awesomeness.
Brian Blade
Black Dub
Fast zu schön, um wahr zu sein: Daniel Lanois, der mit “The Beauty of Wynona” eine der schönsten Platten ever gemacht hat, hat ein neues Projekt: Black Dub. Gesang: Trixie Whitley, der Tochter des leider viel zu früh verstorbenen, großartigen Chris Whitley (den Lanois damals “entdeckt” hatte). Schlagzeug: Brian Blade, der mit “Fellowship” eine von Daniel Lanois produzierte, ebenfalls großartige Platte gemacht hat, der in der Band von Joni Mitchell war und der wohl einer der besten Jazzschlagzeuger unserer Zeit ist. Bass: Daryl Johnson von den Neville Brothers. Den Clips bei YouTube nach zu urteilen, wird das eine geniale Platte sein. Kommt Ende Oktober raus.
Hier noch ein Clip von Trixie Whitley, solo:
Tacoma Olympia OB3-CE

Durch Zufall per Kleinanzeige gefunden. Ich wusste bislang gar nicht, dass Thomann auch eine Kleinanzeigen-Seite unterhält.
Es handelt sich um die Budget-(Asien-)Version des Tacoma Thunderchief, ein recht beliebter Akustikbass mit angeblich sehr voluminösem Sound. Auch über den Olympia ist im Netz eine Menge gutes zu lesen, allgemein heisst es, dass der Bass im Wortsinne sehr preiswert ist. Ein guter, relativ lauter Akustikklang wird da versprochen. Es gibt nur einen Nachteil: der Bass ist seit mindestens zwei Jahren nicht mehr erhältlich.
Obwohl die Anzeige schon ein paar Wochen alt war, war der Bass noch nicht verkauft. Über den Preis sind wir uns schnell einig geworden, ein passendes Gigbag und ein Satz La Bella-Saiten waren mit dabei.
Der Korpus ist komplett aus Sperrholz, Fichte für die Decke, Mahagoni für Boden und Zargen. Hals wieder Mahagoni, Griffbrett und Steg aus Palisander. Es ist ein Fishman Classic 4 Pickup/Preamp eingebaut.
Die Saiten, die der Vorbesitzer (hallo Joachim!) aufgezogen hatte, sind mit schwarzem Nylon überzogene Flatwounds (La Bella 760N). Mit denen klingt der Bass sehr weich und tatsächlich ein bisschen nach Hundehütte (Kontrabass). Die Bespielbarkeit war auch recht gut, allerdings war für meinen Geschmack die Saitenlage etwas zu flach. Nach einer Viertelumdrehung des Halsstabs war es dann auch möglich, fester anzuschlagen, ohne dass es schnarrte. Aber: richtig laut war das nicht, da hatte ich im Netz anderes gelesen.
Nun hatte ich etwas Zeit und zufällig noch einen Satz La Bella “Deep Talking Bass Strings” (760FL) in der Schublade, auch Flatwounds, aber ohne Nylonstrümpfe. Nach dem Austausch ging jetzt aber die Sonne auf: gefühlt mindestens doppelte Lautstärke, mehr Bässe, mehr Definition, mehr Sustain. Kann mit einer nicht zu laut gespielten Westerngitarre mithalten, was für die meisten günstigen Akustikbässe eben nicht gilt. Ohne Amp geht da meist gar nichts.
Der Pickup liefert einen ganz ordentlichen Klang. Wenn man die Treble- und Brilliance-Regler ganz runterdreht. Brauchbar. Für mich ist der akustische Ton aber wichtiger.
Fazit: es lohnt sich, nach so einem Bass zu suchen, er ist jeden Euro wert.
[Update]Ich habe inzwischen mal die Flatwounds von Rotosound ausprobiert (Monel Flatwounds SM77). Diese sind vergleichsweise “bright”, im Neuzustand geradezu drahtig, auch ein wenig lauter als die La Bellas. Allerdings hat man auch mehr Fingergeräusche. Könnte auf einem Jazz Bass interessant sein, aber eher nicht so geeignet für den Akustik-Bass. Der klingt dann doch “bässer” mit den wolligen La Bella Flats.
…es scheint immer noch
Diesmal in Osnabrück. Fünf Jahre nach dem unvergesslichen Gig im Bunker betritt Torun Eriksens neue Band, die zur Hälfte die alte ist, die Bühne der Lagerhalle. Zum Glück noch dabei sind Kjetil Dalland, der expressive Bassist, und David Wallumrød, der umfassend bewanderte Rhodes- und Flügel-Spieler. Es fehlen die Sängerin, Saxofonistin und Flötistin Frøydis Grorud und Torstein Lofthus, der knuddelige Drummer vom letzten Mal. Neu sind Kjetil Steensnæs, A- und E-Gitarre und Drummer Anders Engen.
Die “neuen” Songs klingen im Vergleich zum alten Material vor allem harmonisch etwas konventioneller, gefälliger. “This next song is … different.” Die Songs der ersten beiden Alben erklingen gereift, in teilweise reduzierten, manchmal fast abstrahierenden Arrangements. Allerdings finde ich auch nach mehrmaligem Hören des neuen Albums die ersten beiden Alben besser, besonderer. Geschmackssache.
An der Basis hat sich so gut wie gar nichts geändert: sie weben warme, entspannte Grooves, in die Toruns Stimme perfekt eingebettet ist. Die Gitarre fügt sich ganz gut ein, auch in die alten Stücke. Es gibt wieder das wunderbare Gesang-Bass-Duett “I love a man”, Kjetil Dalland ist wirklich ein umwerfender Bassist. Nicht virtuos oder verfrickelt, sondern unterstützend, abwechslungsreich und sehr ausdrucksstark. Dank meines sehr guten Platzes konnte ich diesmal auch sehr gut die Arbeit von David Wallumrød würdigen. Ein toller Pianist.
Obwohl der Rahmen nicht ganz so superintim war im Bunker, gilt doch immer noch: diese Band versteht es, in unglaublich intimer und subtiler Weise auf der Bühne untereinander und mit dem Publikum zu kommunizieren. Sie sind ganz IN ihrer Musik. Wer hiervon nicht berührt ist, der hat ein Herz aus Stein.
Here comes the flood
Beim Stöbern im YouTube-Kanal von GuitarCenterTV bin ich über diesen Song von Peter Gabriel gestolpert. Ein Song, den ich ursprünglich von einem Solo-Album Robert Fripps (Exposure, 1979) kannte, und der in der “gereiften” Version nicht minder ergreifend klingt.
Dagegen fällt die bombastische Original-Version von Peters erstem Solo-Album von 1977 doch ab. Am besten gefällt mir allerdings die nackte 79er Version mit den Frippertronics.
GuitarCenterTV hat überhaupt sehr unterhaltsame (und hochaufgelöste) Videos, z.B. von Derek Trucks, Jeff Beck, Paul Gilbert und anderen.
Was allerdings einen Pianisten und Sänger in einen Gitarrenladen verschlagen hat…